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Urlaubsstimmung beim Rally & Autocross in Fuglau

Rallycross und Autocross MJP Arena Fuglau 02.06.2019

„Hier ist es wie im Urlaub“, so Markus Thomas. Dies war einerseits den sommerlichen Temperaturen und andererseits den Streckenbedingungen geschuldet. Klassische Autocrossrennen verkommen regelmäßig zu Schlammschlachten, die zeitintensive Waschungen der Boliden notwendig machen. In der MJP Arena kann das, dank hartem Recyclingasphalt, nicht passieren. Dennoch hielt sich das Interesse der Autocrosser in Grenzen. Lediglich drei fanden den Weg ins Waldviertel. Marco bezwang Bruder Luca Gerhartl bei den Buggys bis 1600, Markus Thomas fuhr einen „Testlauf“ mit seinem Super Buggy.

Rallycross/Autocross Fuglau

National 1600

In der kleinsten Klasse holte Keke Platzer (VW Polo) dank einer Disqualifikation von Roland Frisch (Peugeot 106) den Tagessieg Unverdient war der Triumpf dennoch nicht, so hatte Platzer sowohl die Vorläufe als auch das Semifinale gewonnen. „Mein Ziel war ein Podium im ersten Jahr, ich befinde mich noch immer in einer Lernphase“, zeigte sich der Steirer überglücklich. Nico Stachelberger (Peugeot 106) wurde Zweiter und konnte somit die Meisterschaftsführung übernehmen. Georg Bruckmüller wurde im Citroen Saxo Dritter. Für Robert Vogl endete das Heimspiel im Semifinale, er musste mit einem Getriebeschaden aufgeben.

Rallycross/Autocross Fuglau

Supertouringcars -1600 ccm

Thomas Mühlbacher konnte seine starken Rundenzeiten leider nicht in einen Sieg ummünzen und schied nach einem Fahrfehler mit gebrochener Radaufhängung am Toyota Corolla im dritten Vorlauf aus. Im Finale entwickelte sich ein sehenswertes Duell zwischen Birgitt Kuttner (Honda Civic) und Patrick Riedl (Citroen Saxo), welches der junge Niederösterreicher letztlich für sich entschied.

Rallycross/Autocross Fuglau

Supertouringcars -2000 ccm

Die ausländische Konkurrenz war für die Österreicher am Ende zu stark. Flo Brandl musste im letzten Vorlauf einiges einstecken, sogar ein Restart nach Reparaturzeit war notwendig um den Honda Civic wieder zusammen zu flicken. Der Gesamtsieg ging an Roman Castoral (CZE) im Opel Astra OPC. Leider Pech im Halbfinale hatte Dominik Glinz (Renault Clio), der Jungvater musste wegen eines technischen Defektes die Segel streichen.

Supertouringcars über 2000 ccm

Schadenhofer/Woldrich gegen eine Phalanx aus internationalen Zonenstarten lautete das Motto dieses Rennens. Johann Eigenbauer verpasste als 7. denkbar knapp den Finaleinzug. Hier legte Zoltàn Koncseg (HUN) im ultra-schnellen BMW M3 einen Startzielsieg hin und gewann vor Gerald Woldrich (Mercedes C-Klasse) und Karl Schadenhofer (VW Golf) das Rennen, letzterer hatte über den gesamten Sonntag immer wieder technische Probleme.

Rallycross/Autocross Fuglau

Super 1600

Tomas Krejcik (CZE) im Skoda Citigo feierte nach Lauf eins in Melk schon den 2. Sieg in Österreich in diesem Jahr. Dahinter lieferten sich „Csucsu“ (HUN) Renault Twingo und Dan Skocdopole (CZE) Skoda Fabia ein heißes Duell. Für Erwin Frieszl im Peugeot 208 reichte es zum 4. Platz, er konnte als einziger Österreicher das Tempo der ausländischen Kollegen mitgehen. Um den 5. Platz duellierten sich die beiden Österreicher Markus Köberl (Citroen Saxo) und Luki (Dirnberger im Skoda Fabia, wobei der Routinier aus Niederösterreich die Oberhand behielt.

Rallycross/Autocross Fuglau

Bei der Siegerehrung kam kurz Verwirrung auf, stand doch plötzlich „Frieszl“ statt „Csucsu“ auf dem Podium. Die Rennleitung hatte den Ungarn wegen vermeintlicher Missachtung einer Streckenpostenanweisung disqualifiziert. Der Titanstarter konnte aber mit Videobeweis seine Unschuld bezeugen und somit sein Podium behalten.

Supercars

Zu einem wahren Klassenkampf kam es beim Tageshöhepunkt bei den Supercars. Alois Höller (Ford Fiesta) und der Europameisterschaftsstarter Ales Fucik (VW Polo) waren pro Runde mehrere Sekunden schneller als ihre technisch unterlegenen Kollegen Marian Gajdos (Ford Focus) und Roland Rohrer (Mitsubishi Evo 6). Tristan Ekker musste nach dem ersten Vorlauf die Heimreise antreten, sein alter VW Polo war vor Ort nicht zu reparieren. Das Finale wurde schon am Start entschieden, welchen Fucik besser erwischte als Höller. „Für die Zuseher war es spannend so ein Auto aus der Europameisterschaft zu sehen, natürlich hätte ich auch gerne gewonnen aber in Hinblick auf die Meisterschaften ist der 2. Platz mehr als zufriedenstellend,“ resümierte der Rekordmeister.

Rallycross/Autocross Fuglau

Text: Jakob Heher/werace.TV Fotos: Harald Lindtner/werace.TV

 

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