finis paratos esse

Sprung ins Glück?

Der 6. Lauf zur österreichischen Rallycross Staatsmeisterschaft fand in Fuglau in der neuerlich umgebauten MJP-Arena statt. Durch die ungarische Meisterschaft wurde die Veranstaltung quanti- und qualitativ aufgewertet.

Finale National 1600. Stachelberger schon vorn. Dahinter matchen sich Vogl, Platzer und Schermann.

Bei den „kleinen“ National 1600tern matchten sich die Meisterschaftsfavoriten Robert Vogl im Citroën Saxo und Nico Stachelberger im Peugeot 106, wobei Letzterer nach den Vorläufen und dem Semi die Nase vorne hatte. Just im Finale musste „Taktikfuchs“ Vogl mit einem Reifenschaden die Segel streichen bzw. wurde durchgereicht, Stachelberger siegte souverän. Dahinter geigte einmal mehr Jungspund Kevin Schermann (Peugeot 106) groß auf und wurde mit harter Gangart Zweiter vor Keke Platzer (VW Polo),  der in der letzten Kurve mit einem entschlossenem Manöver an Thomas Handlos (Citroën Saxo) vorbeizog und sich somit an seinem Geburtstag ein Podium sicherte.

In der Kategorie Supertouringcars bis 1600 ccm hatten es die Österreicher schwer. Mit Patrik Herczig (Skoda Fabia) war ein schneller Mann aus Ungarn nicht zu schlagen. Für Patrick Riedl im Citroën Saxo reichte es nach der Disqualifikation von Kistucki (HUN/Skoda Fabia) noch zum 3. Rang; Stefan Kellner Peugeot 106 wurde 4. Raphael Dirnberger wurde hinter Andi Hipfl (beide VW Polo) gesamt 8.

Glücklich über Platz drei bei den SuperTouringCars -1600 ccm nach der ungarischen Protestiererei. Patrick Riedl.

Serientäter

In der Kategorie Roman Castoral war es das übliche Bild: der Tscheche gewann wie immer die STC bis 2 Liter Hubraum, Jo van de Ven (NLD) pilotierte zum ersten Mal den Honda Civic von Dominik Jordanich und schlug sich mit Rang 4 beachtlich. „Ich vertraue Jo voll und ganz, bei ihm ist das Auto in sicheren Händen, da kann ich sogar das Zusehen genießen“, gab der Vizestaatsmeister zu Protokoll. 

„Eine scheiß Kraxn“ nannte Hans Eigenbauer seinen Skoda Fabia als dieser auch nach einem Fußtritt nicht vom Fleck wollte, somit blieb es bei Platz 5 für den Niederösterreicher. Sein Landsmann Karl Schadenhofer (VW Golf) dominierte die Vorläufe bei den STC über 2000 ccm und sicherte sich für das Finale die Poleposition. Dort musste er sich beim Start aber dem starken Ungarn Zoltan Koncseg im BMW beugen, dieser spielt seinen Traktionsvorteil gnadenlos aus und behielt trotz heftiger Attacken seitens Schadenhofer die Nerven und gewann auch das 2. Fuglau-Rennen.

Johann EIGENBAUER. Die Ansagen sind legendär. Manchmal spielt die Technik aber nicht mit. Kopf hoch!

Erwin Frieszl (Peugeot 208) wurde seiner Favoritenrolle in der Klasse Super 1600 gerecht und gewann unangefochten. Die beiden weiteren Österreicher Lukas Dirnberger (Skoda Fabia) und Markus Köberl (Citroën Saxo) waren den ganzen Sonntag über auf Podest-Kurs, just im Finale behackten sich die beiden aber wohl zu viel, sodass der Ungar Sandor Bernat-Lukacs im Peugeot 206 der lachende Dritte war und für einen Doppelsieg der Löwen aus Frankreich sorgte.

Einsamer Lois

Wie schon in Greinbach waren bei den Supercars nur 2 Österreicher am Start. Mit den ungarischen Gästen war wenigstens eine volle Startgruppe möglich – auch nachdem sich Roland Rohrer erst die Ölwanne und in weiterer Folge den Motor beleidigt hatte und vorzeitig die Segel streichen musste. Mit dem EM erprobten Tamas Karai (Audi A1) gewann der schnellste Mann des Wochenendes verdient. Rein vom Speed her wäre wohl Csaba Spitzmüller im Skoda Fabia der logische Zweite gewesen, doch unterliefen dem schnellen Mann ungewöhnliche Fehler. Fehler machte Alois Höller (Ford Fiesta) keine und sicherte sich dank cleverer Fahrt den beachtlichen 2. Gesamtrang.

Macht er heuer die vierzig Titel voll. Alois Höller.

„Ich blieb heute in Finale absolut Fehlerfrei und bin somit mit mir selbst zufrieden – an etwas mehr Power arbeiten wir bereits“ so ein zufriedener Höller nach der Siegerehrung.

Ausgesprochen spektakulär war der neue Sprung eingangs der Gegengeraden. Die Supercars flogen gefühlt an die 20 Meter weit. Leider war es für die Zuseher nur aus der Entfernung zu beobachten, war doch knapp der halbe Ring sowohl für Besucher als auch für Fotografen nicht zugänglich. Das sollte unbedingt überdacht werden.

Mit Karl-Heinz Himmelstein (VW Polo) und Thomas Ortner (Honda Civic) verunfallten 2 Österreicher schwer, die werace-Redaktion wünscht auf diesem Weg baldige Genesung.Weiter geht’s Ende August in Greinbach, auch hier wieder mit den ungarischen Gästen.

Text: Jakob Heher/werace.TV      Fotos: Harald Lindtner/werace.TV

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