finis paratos esse

Nach Rang Zwei in Ungarn für Lukas Dunner – Sieg beim Heimrennen am Red Bull Ring?

Vor einem Monat, konnte Lukas Dunner in Spa-Francorchamps, das erste Mal heuer in der Euroformula Open, auf Platz zwei fahren. Mit dementsprechend hohen Erwartungen ist der junge Teo Martin Motorsport Fahrer Anfang Juli zur Formel 1 Strecke am Hungaroring angereist.

Pole für Lukas Dunner am Hungaroring

Doch noch am Wochenende davor, fuhr Dunner mit dem Team Wimmerwerk einen fulminanten Erfolg ein. Mit dem triumpfalen Sieg von der Pole Position beim 4-Stunden-Langstreckenrennen der Ultimate Cup Serie am 29. Juni im italienischen Mugello, hat der 17-Jährige, der bereits zum dritten Mal mit Wimmer Werk Motorsport startete, seinen Lebenslauf in der Zwischenzeit um einen weiteren sportlichen Erfolg erweitert. Mit zwei Pole Positions und zwei Siegen heuer, in dem von Oreca betriebenen Ligier LMP3, wiederholte Dunner seine unglaubliche Performance aus der Eröffnungsrunde der Serie im März und holte sich zusammen mit den Führenden der gemeinsamen Serie und den Teamkollegen Vincent Capillaire und Matthias Kaiser die Pole Position und den Sieg im Rennen. Der Jüngste des Trios und in der Meisterschaft, ist nach vier Runden Dritter in der Gesamtwertung, obwohl er bisher nur zwei Rennen von 4 gefahren ist.

Der Beginn des Wochenendes jedoch am Hungaroring gestaltete sich jedoch äußerst schwierig. Mit wenig erbaulichen Ergebnissen am Donnerstag, aus welchen Gründen auch immer, war in den beiden freien Trainings am Freitag, nicht mehr als Platz 8 und Platz 16 möglich. Das bedeutete für das ganze Team eine harte und lange Nacht von Freitag auf Samstag.

Beim Qualifying am Samstagmorgen wusste der F3-Fahrer, der in der Südstadt die Liese Prokop Privatschule, am Zentrum für Hochleistungssportler besucht, dass er sein ganzes Können und all seine Intelligenz einsetzen musste, wenn er von P1 starten will, was am Hungaroring essentiell ist, überholen ist so gut wie unmöglich. Bevor das Feld in den letzten Run im Zeittraining ging, lag Dunner im Duell mit dem Tabellenführer Marino Sato ganz oben auf der Zeitenliste. Der 17-Jährige musste dann in den letzten Momenten des 25-minütigen Zeittrainings alles auspacken, um auf die schnellen Zeiten zu reagieren, er ging ans absolute Limit. 

Start der Euroformula F3

Mit der zweiten Pole-Position der Saison, hatte der junge Wiener Pilot nach einem sauberen Start in Rennen 1, die Führung gehalten, bis ein unerwarteter Angriff von Sato außen, in Kurve 1, den Teo Martin Motorsportwagen mit der Startnummer 8 auf P2 verwies. Dunner übte enormen Druck auf den 20-Jährigen Japaner aus und suchte das ganze Rennen hindurch, nach jeder Gelegenheit, die sich bot, aber ohne Fehler des Vordermannes, gibt es am Hungaroring kein vorbeikommen, so fuhren beide mit nur 0,4 Sekunden Abstand über die Ziellinie. 

Bei deutlich weniger Hitze, als noch am Tag davor, ging es am Sonntag früh Morgens ins zweite Qualifying. Das war nicht weniger eng als das am Tag zuvor. Der Gaststarter und Formel 2 Sieger aus Japan, Nobuharu Matsushita, versuchte erst mit unerlaubten Methoden, Temperatur in seine Reifen zu bekommen. Er holte dennoch die Pole und sicherte sich knapp P1 für Rennen 2, während Lukas Dunner mit einer alternativen Strategie den fünften Platz belegte, nachdem er in seiner fliegenden Runde vor der vorletzten Kurve blockiert worden war und wegen “Tracklimits” seine besten Sektorzeiten verlor.

P2 für Lukas Dunner auch in der Tabelle

Im letzten Rennen bewies Dunner erneut, dass sich die engagierte Arbeit gemeinsam mit seinem spanischen Teams bezahlt machte. Nicht nur die Pace stimmte, Dunner konnte auch die schnellste Rennrunde insgesamt erzielen. Nach einem perfekten Start lag Dunner bereits auf Platz drei nach Runde eins, vor ihm lagen nur noch das japansiche Duo Sato und Matsushita, der junge Österreicher tat das was möglich war, er fuhr ein sauberes schnelles Rennen, übte Druck auf die Vordermänner aus und war bereit, für den Fall, dass einer der beiden Fehler machte. Doch auf dem Niveau werden kaum Fehler begangen, einer der beiden fährt bereits seine dritte Formel 3 Saison und der andere fährt aktuell in der Formel 2 und hat das letzte Formel 2 Rennen gewonnen, auch eine Saftecarphase konnte daran nichts mehr ändern. So holt sich Dunner im zweitne Rennen in Ungarn mit Platz 3 ein weiteres Podium.

Sato überholt Dunner

Auch dieses Wochenende hat gezeigt, wozu dieser österreichische Teenager fähig ist und wie wichtig es ist, unermüdlich mit seinem Team in einem unglaublich harten Wettbewerb zusammenzuarbeiten. Das Ergebnis ist der Erfolg, den sie jetzt sehen, denn Lukas Dunner belegt zur Saisonmitte den zweiten Platz in der Gesamtwertung. 

Lukas Dunner:

„Ich bin überglücklich mit dem Wochenende und verlasse Ungarn mit P2 in der Gesamtwertung, 1 Pole-Position, 2 Podestplätzen und einem großen Ziel – meinem ersten Sieg im Formelauto. Im Qualifying wusste ich, dass ich am Ende nur eine Runde Zeit hatte, um die Spitzenposition zurückzuerobern, also ging ich bis ans Limit und versuchte mein Bestes, verwaltete die Reifen gut und wir erreichten die Pole. Ich war wirklich froh, da man am Hungaroring, mit den vielen Kurven und nicht vielen Geraden, so gut wie nicht überholen kann.

Interview mit dem Polesetter Lukas Dunner

Jetzt fahren wir direkt zum Red Bull Ring, meinem zweiten Heimrennen und einer meiner Lieblingsrennstrecken. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich darauf freue, dort zu fahren; ich hatte bisher noch die Gelegenehit, dort Rennen zu fahren!“

Das nächste Rennen ist das Euroformula Open Formel 3 Rennen, am kommenden Wochenende, am 13. Und 14. Juli am Red Bull Ring.

Meisterschaftstabelle nach 10 von 18 Rennen:

  1. Marino Sato / Team Motopark  –  208 points 
  2. Lukas Dunner / Teo Martin Motorsport  –  127 points
  3. Liam Lawson / Team Motopark / Red Bull Junior Team   –  120 points
  4. Yuki Tsunoda / Team Motopark / Red Bull Junior Team  –  110 points
  5. Julian Hanses / Team Motopark  –  74 points
  6. Linus Lundqvist / Double R Racing  –   52 points 

Text: 1st Mile/Viktor Lienhart  Foto:Fotospeedy

Related Images:


Ähnlich:
Aktuell:

Der 6. Lauf zur österreichischen Rallycross Staatsmeisterschaft fand in Fuglau in der neuerlich umgebauten MJP-Arena statt. Durch die ungarische Meisterschaft wurde die Veranstaltung quanti- und… Weiterlesen

Beliebt: