finis paratos esse

Wechselland Rallye 2019 Nachbericht und Fotos

4. Lauf zur heimischen Rallye-Staatsmeisterschaft ORM, ORM 2WD und Junioren, zum Rallyecup der AMF, zur Historischen Rallye-Staatsmeisterschaft und zum Historischen Rallye-Cup. Dazu kam auch die Wertung zum dritten Lauf im M1 Rallye-Masters.

Hattrick-Sieg von Hermann Neubauer

Der Salzburger Ex-Meister feierte bei der OBM Wechselland Rallye nicht nur seinen dritten Sieg in Pinggau, sondern auch seinen dritten Saisonsieg in Serie / Zweiter Platz für Julian Wagner, Dritter wurde Günther Knobloch / Die 2WD-Wertung holte sich überraschend der Burgenländer Andreas Kainer

Im Gegensatz zum letzten Jahr, als die OBM Wechselland Rallye zum 23. Mal Ende August ausgetragen wurde, rückte der Veranstalter Stengg Motoprsport Fanclub im heurigen Jahr bei der 24. Auflage wieder auf den ursprünglichen Veranstaltungsmonat Mai nach vor.

Start- und Ziel wurde in die Servicezone von Friedberg nach Pinggau verlegt, wo auch die Rallyeleitung und das Pressebüro im modern ausgestatteten Veranstaltungszentrum (VAZ) der Marktgemeinde untergebracht war.

 

Gleich geblieben ist bis auf wenige Ausnahmen auch die Streckenführung der Rallye. Man war sowohl in Niederösterreich (Raum Krumbach/Mönichkirchen) als auch hauptsächlich am zweiten Tag in der Steiermark (Raum Rohrbach) unterwegs.

Insgesamt sind heuer 45 Mannschaften an den Start gegangen. Die Piloten boten trotz der teilweise widrigen Wetterbedingungen, es regnete an beiden Tagen, erstklassigen Rallyesport und begeisterten die zahlreichen Zuschauer entlang der 17 Sonderprüfungen.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich der Veranstaltervertreter Willi Stengg, der selbst aktiv unterwegs war: „Leider hat es der Wettergott wieder nicht gut mit uns gemeint. Angesichts der zum Teil sehr schwierigen Verhältnisse war die heurige OBM Wechselland Rallye eine sehr spezielle Angelegenheit und somit auch eine besondere Herausforderung für die Piloten.

Zum sportlichen Verlauf:

Es war schon eine kleine Machtdemonstration, die Hermann Neubauer im Wechselland darbot. Anders kann man den Sieg des Salzburgers – es war nach 2016 und 29017 sein dritter in Pinggau – nicht bewerten. 16 von 17 Sonderprüfungen war der Ex-Meister im Ford Fiesta R5 schneller als seine Konkurrenten, kein einziges Mal hat in den zwei Tagen, die der vierte Staatsmeisterschaftslauf des Jahres gedauert hat, ein anderer Pilot die Rallye angeführt. Und auch dass am Ende der keineswegs als langsam bekannte Jännerrallye-Sieger Julian Wagner (Skoda Fabia R5) als Zweiter 1,15 Minuten Rückstand aufweist, rechtfertigt den Begriff Wechselland-Dominator für Neubauer, der mit seinem Triumph in der Steiermark den dritten Saisonsieg in Serie einfuhr. Und damit die Differenz zum immer noch in der Meisterschaft führenden Wagner wieder verkleinerte. Der Grazer Günther Knobloch holte sich nicht nur den „Titel“ des besten Steirers, sondern mit Platz drei seinen zweiten Podestplatz in seiner dritten Rallye als R5-Pilot.

Ein nahezu unglaubliches Ende fand die 2WD-Wertung in Pinggau. Luca Waldherr, der mit seinem brandneuen Ford Fiesta R2 bis zur SP 15 alle Prüfungen gewonnen hatte und schon über fünf Minuten (!) Vorsprung aufwies, rutschte auf SP 16 völlig unerwartet ins Out und musste aufgeben. Deshalb erbte der Burgenländer Andreas Kainer, der zuletzt im Vorjahr im Wechselland im Cockpit saß, den Sieg, der aber keineswegs unverdient war. Denn Kainer zeigte im Opel Corsa OPC, dass er nichts verlernt und jederzeit noch eine Bereicherung für die Meisterschaft wäre.

Alexander Baumgartner (VW Käfer) gewann die Junioren-Wertung vor Patrick Knoll im Ford Fiesta.

Im Österreichischen Rallye Cup siegte der Niederösterreicher Martin Kalteis im Mitsubishi Evo VII vor den beiden Oberösterreichern Michael Lengauer und Robert Zitta (beide Subaru WRX). – Im Rallye Cup 2000 ging der Sieg an Alfred Leitner. Der Badener im Peugeot 206 bestritt im Wechselland seinen 100. Staatsmeisterschaftslauf. Christian Maier (VW Golf GTI) und Martin Pucher (Citroen Saxo) belegten die Plätze zwei und drei.

In der Historischen Rallye Staatsmeisterschaft profitierte der Sieger Alexander Baumgartner (VW Käfer) vom Ausfall des bis zur vorletzten Sonderprüfung führenden Jürgen Aigner (Porsche 911). – Im Historischen Rallye Cup ging der Sieg an Horst Stürmer (Audi Coupe).

Im M1 Rallye Masters holte der Oberösterreicher Michael Lengauer im Subaru WRX überlegen einen überlegenen Sieg vor Harald Ruiner (Nissan Z350).

OBM Wechselland Rallye 2019, Endstand nach 17 Sonderprüfungen:
1. Hermann Neubauer/Christina Ettel A/A Ford Fiesta R5 1:38:10,4 Std
2. Julian Wagner/Anne Katharina Stein A/D Skoda Fabia R5 +1:15,7 Min
3. Günther Knobloch/Jürgen Rausch A/A Skoda Fabia R5 +2:50,7 Min
4. Johannes Keferböck/Ilka Minor A/A Skoda Fabia R5 +4:12,8 Min
5. Gernot Zeiringer/Bianca M. Stampfl A/A Skoda Fabia S2000 +7:05,8 Min
6. Martin Kalteis/Markus Zemanek A/A Mitsubishi Evo VII +8:00,6 Min
7. Michael Lengauer/Michael Gallistl A/A Subaru WRX +10:00,0 Min
8. Robert Zitta/Peter Stemp A/A Subaru WRX +10:42,1 Min
9. Hermann Haslauer/Peter Treybal A/A Subaru WRX +14:00,3 Min
10. Michael Denk/Peter Medinger A/A Mitsubishi Evo VII +14:44,4 Min
11. Christian Luif/Manfred Cerny A/A Mitsubishi Evo IX +16:00,8 Min
12. Andreas Kainer/Claudia Dorfbauer A/A Opel Corsa OPC +16:32,1 Min
13. Alois Handler/Andreas Scherz A/A Peugeot 207 +18:57,2 Min
14. Harald Ruiner/Ramona Charvat A/A Nissan Z350 +20:28,6 Min
15. Enrico Windisch/Karin Cerny A/A Citroen C2 R2 +20:47,2 Min

Sonderprüfungsbestzeiten: Hermann Neubauer 16, Julian Wagner 1.
Die wichtigsten Ausfälle: Luca Waldherr (Ford Fiesta R2) SP 16, Jürgen Aigner (Porsche 911) SP 16, Stefan Fritz (Skoda S2000) SP 10, Andreas Schart (Mitsubishi Evo IX) SP 9, Martin Ritt (Volvo 714) SP 9..
Punktestände nach vier Rallye-Staatsmeisterschaftsläufen
ORM: 1. Julian Wagner 89 Punkte, 2. Hermann Neubauer 83, 3. Johannes Keferböck 45, 4. Günther Knobloch 31..
ORM 2-WD: 1. Enrico Windisch 56 Punkte2. Alois Handler 52, 3. Michael Röck 40, 4. Martin Ritt 37..
ORM Junior: 1. Alexander Baumgartner 50 Punkte, 2. Martin Laszlo (Ung) und Michael Röck je 43..

Nächster Staatsmeisterschaftslauf: 19../20. Juli, Rallye Weiz

Text: Sportpressedienst Armin Holenia /Wolfgang Nowak

Fotos Harald Lindtner/werace.TV

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